Coburg kämpft gegen das Artensterben

Wir befinden uns mitten im größten Artensterben seit den Dinosauriern. Coburger Naturschützer gründeten am gestrigen Mittwochabend (19. Dezember) ein lokales Aktionsbündnis, um das aktuelle Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen“ zu unterstützen. Tragen auch Sie sich in den ersten zwei Februarwochen für das Volksbegehren in ihrem Rathaus ein.

"Wir befinden uns mitten im größten Artensterben seit den Dinosauriern", sagt Simone Wohnig. "Aber jetzt kann jeder etwas dagegen tun!" Die Vorsitzende des ÖDP-Kreisverbands Coburg-Kronach meint damit das Volksbegehren Artenvielfalt "Rettet die Bienen", das ihre Partei in diesem Jahr auf den Weg gebracht hat. Knapp 100.000 Menschen haben mittlerweile mit ihrer Unterschrift dafür gesorgt, dass das Volksbegehren zugelassen wird - und nun wird es ernst! Nur wenn im Zeitraum vom 31. Januar bis 13. Februar in Bayern genügend Menschen in ihr Rathaus gehen und sich in die dortigen Listen eintragen, wird die bayerische Regierung durch Gesetzesänderung tatsächlich zu konkreten Maßnahmen gegen das Artensterben verpflichtet. Zehn Prozent der bayerischen Wähler müssen sich in diesen zwei ersten Februarwochen eintragen, das sind knapp eine Million Menschen und allein im Coburger Land rund 10.000 Menschen! "Bitte unterschreiben auch Sie! Nur dann haben wir eine Chance", sagt Cordelia Hiller vom LBV Coburg.
Cordelia Hiller ist zweite Sprecherin des lokalen Aktionsbündnisses, das sich gestern Abend
in Dörfles-Esbach zur Unterstützung des Volksbegehrens gegründet hat. Trotz Vorweihnachtsstress waren über 15 Vereins- und Parteivertreter sowie interessierte Naturschützer gekommen. Sie sind alle an der Seite der ÖDP, um das Volksbegehren zum Erfolg zu führen: Bündnis90/Die Grünen Stadt und Land Coburg, die Grüne Jugend, der Bund Naturschutz Coburg, der LBV Coburg, SPD Stadt und Land Coburg, die Jusos und der Thüringerwald-Verein. Jeder, auch Privatpersonen, der beim Aktionsbündnis noch mitmachen möchte, wendet sich an simone.wohnig@web.de: "Jede helfende Hand ist jetzt wichtig", sagt Simone Wohnig. "Um genügend Menschen zu mobilisieren, wollen wir in den nächsten Wochen mit Plakaten, Pressearbeit und Infoständen auf das Volksbegehren aufmerksam machen. Und wir wollen Rathauslotsen einsetzen, die im Eintragungszeitraum auf das Volksbegehren hinweisen. Nur wenn wir alle zusammenhelfen, können wir jetzt für eine historische Wende im Naturschutz in Bayern sorgen." Das nächste Treffen findet am Donnerstag, 3. Januar, um 19 Uhr im Gasthaus Kaiser, Neustadter Straße 24, in Dörfles-Esbach statt. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen. 


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