Pressemitteilung
Verantwortung für Bad Rodach übernehmen – Bedenken ernst nehmen, Zukunft mitgestalten
ÖDP-Stadtratsfraktion legt umfassende Stellungnahme zur Windenergieplanung vor und ruft zur Beteiligung bis zum 21. September auf
Bad Rodach. Wie soll sich unsere Stadt entwickeln? Welche Auswirkungen haben die geplanten Windenergiegebiete im Heldritter und Gellnhäuser Forst auf unsere Lebensqualität, unsere Wälder, das Wasser und die Zukunft Bad Rodachs als Heilbad? Mit diesen Fragen setzt sich die ÖDP-Stadtratsfraktion in ihrer umfassenden Stellungnahme zu den geplanten Vorranggebieten 4034 „Gellnhausen-Süd“, 4035 „Heldritt-Nordost“ und 4351 „Gellnhausen-Nord“ auseinander.
„Als gewählte Mitglieder des Stadtrates tragen wir Verantwortung für unsere Stadt und für die Menschen, die hier leben. Dazu gehört, Planungen gründlich zu prüfen, kritische Fragen zu stellen und auf Konflikte hinzuweisen, bevor Entscheidungen unsere Heimat für Jahrzehnte prägen“, erklärt Nicole Kreußel.
Die Stellungnahme führt die Belange von Heilquellen- und Wasserschutz, Wald und Artenvielfalt, Wohnqualität, Landschaft und Erholung zusammen. Besonderes Augenmerk liegt auf den Auswirkungen benachbarter Planungen in Thüringen. Auch die Bedeutung des Grünen Bandes als Natur- und Erinnerungslandschaft wird berücksichtigt.
Für die Fraktion ist die Zukunft Bad Rodachs als Heilbad dabei eine zentrale Frage. Kur, Gesundheit und Tourismus sichern Wertschöpfung vor Ort. Eine intakte Landschaft und wohnortnahe Erholungsräume besitzen zugleich einen hohen Wert für die Bürgerinnen und Bürger.
„Wir müssen sorgfältig abwägen, welche Entwicklung unserer Stadt langfristig dient. Wasser, gesunde Wälder und Erholungsqualität sind Grundlagen, auf die auch kommende Generationen angewiesen sind. Wer heute entscheidet, muss diese Verantwortung mitdenken“, betont Kreußel.
Die Fraktion verbindet ihre Stellungnahme mit einem ausdrücklichen Aufruf zur Beteiligung: Wer mit der vorgesehenen Entwicklung nicht einverstanden ist oder begründete Bedenken hat, soll diese aussprechen und in das Verfahren einbringen.
„Wir ermutigen die Menschen, öffentlich zu ihrer Haltung zu stehen – sachlich, respektvoll und ohne andere herabzusetzen. Niemand muss sich für berechtigte Sorgen um sein Lebensumfeld rechtfertigen. Demokratie lebt davon, dass Bürgerinnen und Bürger ihre Erfahrungen und Überzeugungen einbringen. Unterschiedliche Auffassungen müssen dabei Platz haben.“
Die ÖDP-Stadtratsfraktion empfiehlt, konkrete örtliche Beobachtungen und nachvollziehbare Einwände zu benennen: etwa zur Nutzung von Erholungswegen, zu Quellbereichen, dokumentierten Tierbeobachtungen oder zur gemeinsamen Wirkung mehrerer geplanter Windenergiegebiete. Dafür ist keine eigene wissenschaftliche Arbeit erforderlich. Entscheidend ist, verständlich darzustellen, welcher Belang betroffen ist und weshalb die Planung überprüft werden sollte.
Bis einschließlich 21. September 2026 können Stellungnahmen beim Regionalen Planungsverband Oberfranken-West eingereicht werden. Die amtliche Veröffentlichung nennt folgende Einreichungswege:
Per E-Mail: rpvlra-ba.bayern.de
Bei Bedarf schriftlich an:
Regionaler Planungsverband Oberfranken-West
Landratsamt Bamberg
Ludwigstraße 23
96052 Bamberg
Empfohlener Betreff:
„Stellungnahme zur Fortschreibung B V 2.5.2 Windenergie – Vorranggebiete 4034, 4035 und 4351“
Frist und Kontaktdaten sowie Umweltbericht, Umweltdatenblätter und Karten sind auf der amtlichen Internetseite der Regierung von Oberfranken unter „Region Oberfranken-West – Laufende Fortschreibungen“ veröffentlicht.
Ein öffentlicher Beitrag oder ein Gespräch ersetzt die Einreichung beim Planungsverband nicht. Die Fraktion bittet deshalb darum, Stellungnahmen rechtzeitig zu übermitteln und um eine Eingangsbestätigung zu ersuchen.
„Unsere Stadt braucht Menschen, die sich einmischen und Verantwortung übernehmen. Wir leisten dazu unseren Beitrag – mit einer gründlichen Stellungnahme und einer klaren Einladung: Bringen Sie Ihre Sicht ein. Es geht um die Zukunft unseres gemeinsamen Lebensraums.“