Pressemitteilung
Wer Bäume pflanzt, schenkt kommenden Generationen Zukunft
ÖDP-Fraktion Bad Rodach pflanzt Ungarische Eiche im Familienwald – eine politische Idee aus dem Jahr 2019 wächst weiter.
ÖDP-Fraktion Bad Rodach pflanzt Ungarische Eiche : (v.l.) Dr. Dieter Franz, Nicole Kreußel, Jonny Meißner und Fabian Wölfert. (Foto: ÖDP Bad Rodach)
Bad Rodach, 18. Oktober 2026. Wer einen Baum pflanzt, denkt über den heutigen Tag hinaus. Er investiert in eine Zukunft, deren Früchte vielleicht erst kommende Generationen genießen dürfen. Mit der Pflanzung einer Ungarischen Eiche beteiligt sich die Bad Rodacher Stadtratsfraktion am diesjährigen Familienwaldprojekt und setzt damit ein Zeichen für Nachhaltigkeit, gesellschaftlichen Zusammenhalt und generationenübergreifende Verantwortung.
Für die ÖDP ist dieser Tag von besonderer Bedeutung. Denn der Familienwald geht auf eine Initiative der ÖDP im Bad Rodacher Stadtrat zurück. Am 12. Juli 2019 wurde auf Grundlage ihres Antrags die Einrichtung eines Familienwaldes beschlossen und damit der Grundstein für ein Projekt gelegt, das heute von vielen Menschen gemeinsam getragen wird.
Eine Idee, die Wurzeln geschlagen hat
Was damals als kommunalpolitischer Antrag begann, ist inzwischen zu einem lebendigen Ort der Begegnung, Erinnerung und Zukunftsvorsorge geworden. Seit der offiziellen Einweihung im Oktober 2021 haben Familien, Vereine, Unternehmen und engagierte Bürgerinnen und Bürger mit ihren Baumpflanzungen dazu beigetragen, den Familienwald wachsen zu lassen.
„Wir freuen uns sehr, dass wir als heutige Stadtratsfraktion selbst Teil dieses Projektes werden dürfen. Der Familienwald zeigt auf wunderbare Weise, wie aus einer politischen Idee etwas entstehen kann, das Menschen verbindet und weit über einzelne Wahlperioden hinaus Bestand hat“, erklärt ÖDP-Stadträtin Nicole Kreußel.
Dass eine Initiative über Jahre hinweg weitergeführt wird und zunehmend Menschen begeistert, ist für die Fraktion zugleich ein schönes Beispiel gelungener kommunaler Zusammenarbeit.
Eine Ungarische Eiche für die Zukunft
Mit der Ungarischen Eiche (Quercus frainetto) pflanzt die Fraktion einen langlebigen Laubbaum, der bei geeigneten Standortbedingungen über viele Generationen hinweg wachsen und sich zu einem wertvollen Lebensraum für zahlreiche Tierarten entwickeln kann.
Der Baum steht sinnbildlich für das politische Selbstverständnis der ÖDP: Entscheidungen dürfen sich nicht allein am unmittelbaren Nutzen oder an der nächsten Wahlperiode orientieren. Nachhaltigkeit bedeutet, die langfristigen Folgen des eigenen Handelns mitzudenken und die natürlichen Lebensgrundlagen für nachfolgende Generationen zu bewahren.
Ein häufig Rabindranath Tagore zugeschriebener Gedanke bringt diese Haltung auf den Punkt:
„Wer Bäume pflanzt, obwohl er weiß, dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird, hat zumindest angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.“
Kommunalpolitik braucht Weitsicht und Verantwortung
Gerade in Zeiten knapper kommunaler Haushalte und zahlreicher gesellschaftlicher Herausforderungen gerät der langfristige Wert politischer Entscheidungen mitunter aus dem Blick.
„Ein Baum wächst nicht innerhalb einer Wahlperiode zu seiner vollen Größe heran. Er braucht Zeit, Pflege, geeignete Bedingungen und Menschen, die sich um ihn kümmern. Ähnlich verhält es sich mit einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Nicht jede gute Entscheidung bringt sofort sichtbare Ergebnisse. Manche entfalten ihren größten Wert erst Jahrzehnte später“, so Kreußel.
Der Familienwald verdeutlicht zugleich, dass kommunalpolitisches Engagement nicht allein in Beschlüssen und Anträgen seinen Ausdruck findet. Entscheidend ist, was daraus entsteht und was davon dauerhaft erhalten bleibt.
Frieden, Einigkeit und gemeinsames Handeln
Dass die Baumpflanzung auch für ein friedliches und respektvolles Miteinander steht, bringt Stadtrat Dr. Dieter Franz mit einem eigens beigesteuerten Spruch auf humorvolle Weise zum Ausdruck:
„Wer Frieden liebt und Einigkeit, der pflanzt auch mal ’ne Kleinigkeit.“
Seine Worte erinnern daran, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt nicht allein durch große politische Reden entsteht, sondern vor allem durch gemeinsames Handeln.
Der Familienwald ist längst kein Projekt einer einzelnen politischen Gruppierung mehr. Er ist zu einer gemeinsamen Aufgabe geworden, an der sich Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Überzeugungen und Lebensgeschichten beteiligen können.
Gerade darin liegt seine besondere Stärke: Hier wachsen nicht nur Bäume, sondern auch Verbundenheit, gegenseitiger Respekt und das Bewusstsein für die gemeinsame Verantwortung gegenüber unserer Heimat.
Was wir heute pflanzen, dürfen andere morgen bewahren
Für die ÖDP-Fraktion ist die Pflanzung der Ungarischen Eiche deshalb weit mehr als ein symbolischer Beitrag zum Naturschutz.
Sie steht für die Überzeugung, dass eine lebenswerte Zukunft nicht von selbst entsteht. Sie braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen, Entscheidungen mit Weitsicht treffen und bereit sind, heute etwas zu schaffen, von dem vielleicht erst spätere Generationen profitieren.
„Vielleicht werden wir selbst eines Tages unter den ausladenden Ästen dieser Eiche sitzen. Vielleicht werden es erst unsere Kinder oder Enkel sein. Entscheidend ist nicht, wer einmal ihren Schatten genießen darf. Entscheidend ist, dass wir heute die Voraussetzungen dafür schaffen“, betont Kreußel.
Die Fraktion bedankt sich bei allen, die den Familienwald seit seiner Entstehung begleitet, unterstützt und weiterentwickelt haben, und freut sich, diese ursprünglich von der ÖDP angestoßene Initiative nun mit einem eigenen Baum bereichern zu dürfen.
Denn verantwortungsvolle Politik denkt nicht nur an das Morgen. Sie pflanzt heute die Wurzeln für das Übermorgen.
ÖDP Bad Rodach
Für Mensch, Natur und Zukunft.
